Duschen,  Für schöne Haare

„Black Velvet“ – Schwarzes Duschgel und Shampoo

Neulich entdeckte ich in der Backabteilung im Supermarkt ein Sonderangebot: schwarze Lebensmittelfarbe. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen und kaufte ein Töpfchen. Am Tag darauf feierte meine beste Freundin Geburtstag und ich brauchte noch eine Kleinigkeit, an die ich den Gutschein binden konnte. Ein Shampoo für dunkle Haare hatte ich schon mal für sie gemacht und sie war sehr zufrieden damit gewesen. Warum also nicht mal die Luxusvariante probieren und das Shampoo schwarz färben?

Ein Shampoo für die Haare muss eine gewisse Menge Öl enthalten, sonst werden die Haare spröde. Das gilt – wie bei der Haut – auch für fettiges Haar. Man kann in diesem Fall aber den Ölgehalt etwas reduzieren und dafür mehr Aloe Vera-Gel zugeben. Denn auch das spendet dem Haar Feuchtigkeit und beschwert nicht. Ich nehme immer eine Mischung aus beidem. Öl hat aber Auswirkungen auf die Optik des Shampoos, zumindest wenn man Betain als Schaumbildner (Tensid) verwendet. Denn Öl in Mischung mit Wasser wird eine Emulsion und die ist in der Regel milchweiß.

Aloe-Vera-Gel selbst machen: Ich kaufe schon seit einiger Zeit kein Aloe Vera-Gel mehr, denn ich benutze es viel und müsste ständig nachkaufen. Deshalb habe ich mir dieses Aloe-Vera-Pulver bestellt. Es besteht aus hochkonzentriertem, getrockneten Aloe Vera-Gel, dem man nur wieder Wasser hinzufügen muss. Faustregelist dabei: Pro 10 g Wasser 0,1 – 0,5 g Aloe-Vera-Pulver. Beides in ein Schüsselchen oder Becherglas geben, kräftig umrühren und eine Weile stehen lassen. Das Pulver löst sich dann von allein. Gelegentlich mal umrühren und das Pulver am Glasrand zurück ins Wasser schieben. Schon habt ihr frisches Aloe-Vera-Gel. Beziehungsweise Wasser, denn da kein Gelbildner enthalten ist, fließt das Gel wie Wasser. Wenn ihr eine gelige Konsistenz wollt, einfach etwas Xanthan untermischen. Soll das Aloe-Vera-Gel so verwendet werden, müsst ihr noch konservieren, sofern ihr es nicht im Kühlschrank lagert und innerhalb von ein paar Tagen aufbraucht. In diesem Fall würde ich auch 0,5 g pro 10 g Wasser empfehlen, damit ihr ein 100%-iges Aloe-Vera-Gel erhaltet. Zum Weiterverarbeiten ist das Aloe-Wasser mit 0,1 g und pur jedoch optimal.

Das tiefschwarz zu färben ist gar nicht so leicht. Ich brauchte etwa drei Teelöffel von der Farbe, um ein sehr dunkles Grau zu erreichen. Es geht sicher auch noch dunkler, doch ich wollte nicht das ganze Töpfchen im Shampoo versenken. Um aber zu testen, ob sich ein klares Gel leichter färben lässt, mischte ich noch ein Duschgel auf der Grundlage des „Champagner-Duschgels“ an. Und siehe da: Hier ließ sich schon mit knapp anterthalb Teelöffeln ein schöner Farbton erreichen.

Links das Haarshampoo mit einer eher dunkelgrauen Farbe. Rechts das Duschgel tendiert eher zum bläulichen Schwarz.

Damit Duschgel und Shampoo noch edler wirken, habe ich ihnen noch einen Hauch silbernes Lebensmittelglitzer zugefügt und mit Rosenparfümöl beduftet. Herausgekommen ist ein echter Hingucker für’s Bad und eine schöne Pflege für Haut und Haare. Falls ihr also noch ein cooles Weihnachtsgeschenk – idealerweise für dunkelhaarige Herren und Damen sucht – hier ist es.

„Black Velvet“– Schwarzes Duschgel und Shampoo

Duschgel:

Zutaten für ca 200 g:

  • 100 g destilliertes Wasser
  • 40 g Aloe Vera, als fertiges Gel oder selbst angerührt
  • 70 g Betain
  • 2/3 TL Xanthan
  • 20 Tr. Parfümöl oder ätherisches Öl „Rose“
  • 2 Msp. silbernes Lebensmittelpulver (zum Beispiel dieses)
  • 1 1/2 bis 2 TL schwarze Lebensmittelfarbe (am besten diese hier, gibt’s z.B. bei Real)
  • 15 Tr. Biokons

Destilliertes Wasser, Aloe Vera und Xanthan 2 Min/St. 2 mixen, bis sich ein Gel gebildet hat. Das Betain zugeben und 1 Min./St. 2 mixen. Achtung! Es darf nicht stark schäumen! Lieber ein bisschen niedriger mixen und anschließend mit dem Spatel am Mixtopfboden entlangfahren, um das Betain gut mit dem Gel zu vermischen. Anschließend die Lebensmittelfarbe zugeben und solange St. 2 mixen, bis sich die Farbe gut verteilt hat. Gegebenenfalls nachdosieren. Wenn es passt, Rosenduft, Biokons und Glitzer zugeben, 15 Sek./St. 2. Und fertig 🙂

Shampoo

für etwa 200 g

  • 100 g destilliertes Wasser
  • ein Beutel schwarzer Tee
  • 10 g Mandelöl oder, um es etwas reichhaltiger zu machen, 5 g Mandel- und 5 g Arganöl
  • 30 g Aloe Vera Gel, fertig oder selbst gemacht
  • 60 g Betain
  • 2/3 Xanthan
  • 2 1/2 bis 3 TL schwarze Lebensmittelfarbe (am besten diese hier, gibt’s z.B. bei Real)
  • 2 Msp. silbernes Lebensmittelpulver (zum Beispiel dieses)
  • 15 Tr. Biokons
  • 20 Tr. Parfümöl oder ätherisches Öl „Rose“

Zuerst das destillierte Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Teebeutel reinlegen. Denn die Inhaltsstoffe im schwarzen Tee pflegen dunkle Haare. Wenn das Wasser abgekühlt ist, Teebeutel entfernen und Tee in den Mixtopf gießen. Aloe Vera-Gel zugeben und mit Xanthan 2 Min/St. 2 mixen, bis sich ein Gel gebildet hat. Jetzt das Öl und das Betain zugeben und 1 Min./St. 2 mixen.

Achtung! Es darf nicht stark schäumen! Lieber ein bisschen niedriger mixen und anschließend mit dem Spatel am Mixtopfboden entlangfahren, um das Betain gut mit der Creme zu vermischen. Anschließend die Lebensmittelfarbe zugeben und solange St. 2 mixen, bis sich die Farbe gut verteilt hat. Gegebenenfalls nachdosieren. Wenn es passt, Rosenduft, Biokons und Glitzer zugeben und 15 Sek./St. 2 mixen.

Den Mixtopf anschließend einfach mit Spüli und heißem Wasser auswaschen.

Viel Spaß beim Verschenken oder selbst genießen 🙂

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Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass ich keine ausgebildete Medizinerin oder Kosmetikerin bin. Ich betreibe diesen Blog und die DIY-Kosmetik als Hobby, alle meine Aussagen über Wirkungsweisen und Eigenschaften von Rohstoffen und Rezepten basieren auf meiner persönlichen Erfahrung. Da aber jeder Mensch anders ist, ist es möglich, dass einzelne Produkte oder Rohstoffe bei dir anders wirken als bei mir. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich hier weder eine Linderung von Problemen oder gar Krankheiten verspreche oder garantiere. Wenn du meine Rezepte nachmixt, geschieht das auf eigenes Risiko.

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