Für schöne Haare

Duftiges Trockenshampoo

Ich arbeite in einer Online-Redaktion in Hannover. Wenn ich Frühschicht habe, muss ich um 4:40 Uhr aufstehen, damit ich pünktlich um sechs Uhr am Schreibtisch sitze. Klingt hart, aber ich hab mich irgendwie dran gewöhnt. Die Dusche muss morgens sein, egal, wie spät es ist, sonst werde ich nicht richtig wach. Doch Haarewaschen versuche ich um diese Uhrzeit zu vermeiden. Ich kann den brüllenden Fön einfach nicht leiden und direkt neben dem Bad schläft der Männe, der zu dieser Zeit wahrscheinlich gerade erst die halbe Nacht rum hat.

Allerdings vergesse ich auch des Öfteren, mir abends die Haare zu waschen. Und so stehe ich dann um fünf Uhr vor dem Spiegel und versuche panisch und in Eile, die Haare irgendwie so zu frisieren, dass man die fettigen Strähnen nicht sieht. Trockenshampoo-Spray habe ich mal eine Weile genutzt. Aber wegen der Umweltbelastung versuche ich auf Kosmetika, die mit Treibgas aufgesprüht werden, zu verzichten. Dazu ist es mir immer irgendwie gelungen, das Zeug so in die Haare zu sprühen, dass überall weiße Kleckse waren, die sich trotz Auskämmen nicht richtig verteilten. Also habe ich das mit dem Trockenshampoo wieder gelassen.

Trockenshampoo mit Hausmitteln

Bis ich vor kurzem auf Pinterest über Rezepte gestolpert bin, wie man Trockenshampoo ganz einfach selbst machen kann. Ohne Treibgas und mit Zutaten, die man entweder schon in der Küche hat, oder in jedem Reformhaus und Bio-Markt kaufen kann. Ich experimentierte ein bisschen herum und habe eine schöne Mischung gefunden, die ich gern mit euch teilen möchte.

Sie besteht aus Speisestärke, weißer Heilerde, Natron und etwas ätherischem Öl. Die Stärke und die Heilerde sind der Grundstoff, sie saugen das überschüssige Fett auf. Ich habe beide gemischt, weil Heilerde noch effektiver ist, aber ihr könnt auch nur Speisestärke nehmen. Natron ist dabei, weil es Geruchsbakterien bekämpft und so das Haar nicht mehr diesen typischen Geruch von Talg hat. Und zum Schluss das ätherische Öl, denn es soll ja riechen wie gerade frisch gewaschen. Manche Öle sollen sogar eine Wirkung auf Haar und Kopfhaut haben, also würde ich es nicht weglassen.

Zitrone, Zimt und Schokolade

Da wäre zum Beispiel Lavendel, das beruhigend auf die Kopfhaut wirken soll und das Haarwachstum fördern. Salbei wirkt antibakteriell und Pfefferminz sowie Zitrone oder Melisse belebend. Rosmarin dagegen soll gegen Schuppen helfen. Ich habe mich für Zitrone entschieden, was mich morgens durch den scharf-fruchtigen Duft besser wach macht.

Da ich blond bin, ist meine Mischung damit fertig. Doch wenn ihr braunhaarig seid, gebt noch einen Teelöffel Backkakao (keinen Trinkkakao, da ist Zucker drin, der die Haare verklebt) dazu. Denn dann wird die Mischung bräunlich und die hauchdünne Schicht von Puder fällt im Haar nicht so auf. Rothaarige nehmen einen Teelöffel Zimt. (Darauf bin ich etwas neidisch, denn ich rieche Zimt total gerne.)

Salzstreuer zum Auftragen

Durch das kurze Mixen im Thermomix mischen sich die Zutaten optimal und das ätherische Öl macht keine Klümpchen. Ich empfehle, das fertige Trockenshampoo in einenGewürzspender oder Salzstreuer zu füllen, dann könnt ihr es später ganz einfach ins Haar rieseln lassen. Ein Marmeladenglas und ein Kosmetikpinsel gehen auch, dauert beim Auftragen aber länger.

Duftiges Trockenshampoo

Zutaten für 70 g

  • 30 g Speisestärke
  • 30 g weiße oder braune Heilerde, je nach Haarfarbe (könnt ihr auch weglassen, dann braucht ihr 60 g Speisestärke)
  • 10 g Natron
  • 10 Tr. ätherisches Öl

Alle Zutaten in den Mixtopf füllen und 10 Sek./St. 10 mixen. Ein paar Minuten warten, bis sich der Staub gelegt hat, dann umfüllen.

Die Anwendung ist easy. Hängt euch am besten ein Handtuch um, sonst habt ihr das feine Puder auch auf den Klamotten. Ihr bürstet die Haare einmal durch, teilt grob ein paar der fettigen Haarpartien ab und streut das Trockenshampoo auf den Ansatz. Bei langen Haaren am besten auch einmal über die Dusche beugen und das Shampoo auf den Hinterkopf streuen. Dann kurz einmassieren und gründlich durchbürsten, damit sich das Puder in den Längen verteilt. Fertig 🙂

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